Brillantes Konzert zum Lobe Gottes

Am Sonntag, den 24. Juni 2012 ist die neuapostolische Kirche Stendal, An der Rolle 15, fast bis auf den letzten Platz besetzt. Viele Menschen aus Stadt und Land sind gekommen, um ein geistliches Konzert zu erleben.

Im Rückblick ist zu sagen, dass die gesetzten Erwartungen weit übertroffen wurden. Das Publikum machte seine Begeisterung für alles Dargebotene zum Ende des Konzertes mit lang anhaltendem Applaus unmissverständlich deutlich. Dieses facettenreiche Konzert wurde ohne Frage zu einem Höhepunkt in der Stendaler Kulturlandschaft.

Ein frischer und lebendiger Chor gemischten Alters, bestehend aus 65 Sängerinnen und Sängern, sowie ein mit 30 Musikern besetztes Sinfonieorchester erfüllten den musikalischen Anspruch auf höchstem Niveau. Der Chor sang zum Teil a cappella, ansonsten wurde er vom klangvollen Orchester begleitet.

Jens Petereit, Opernchordirektor an der Oper zu Halle, führte Chor und Orchester sicher durch das anspruchsvolle Programm, das einen weiten Bogen von Barockmusik (Bach) bis hin zu neuer geistlicher Musik (Rutter, Bankson) spannte und mit Leben erfüllte.

Das Orchester brillierte gleich zu Beginn des Konzertes mit der heute selten gespielten „Ouvertüre in Es“ von Friedrich Silcher und dann nochmals und wohl noch ein wenig mehr mit der „Sentimental Sarabande“ von B. Britten.

Manuel Helmeke begann seine solistischen Beiträge mit dem immer wieder ergreifenden „Heilig, heilig“ von Louis Spohr. Es folgten weitere Einsätze in Auszügen aus „Biblische Lieder“ op. 99 von Antonin Dvorak. Mit seiner sonoren und farblich nuancenreichen Stimme brachte er zwei charakterlich unterschiedliche Stücke zu Gehör: „Singt, singet Gott“ (Nr. 10) und „Gott, erhör mit Langmut mein Flehn“ (Nr. 6). Helmeke bestach nicht nur hier mit seiner schönen Bassstimme, sondern er überraschte das Publikum noch mit einem Einsatz als Solopianist im „Vater Unser“ von John Bankson, einem Komponisten neuer geistlicher Musik.

Eine sehr wohlklingende Soloeinlage leistete Marcus Becker an der klangreichen Böhm-Orgel mit „Priere a Notre Dame“ von Leon Boellmann.

Das grandiose Finale mit „Psalm 150“ von Cesar Franck wurde zum absoluten Höhepunkt des Programms. In diesem klanggewaltigen chorsinfonischen Werk zeigten alle Darbietenden nochmals vollen Einsatz. Der Chor wurde von Orchester und Orgel (mit Mandeleie Rickmann) begleitet und zu einem Höhepunkt geführt, den sich der Zuhörer kaum besser hätte wünschen können.

H.S. , Fotos: J.R.

Ausführende:
Kammerchöre Magdeburg und Torgau
Kammerorchester der Neuapostolischen Kirche Sachsen-Anhalt
Manuel Helmeke, Bass
Marcus Becker, Orgel
Leitung: Jens Petereit